Montag, November 27, 2006

 

Der Kippe den Krieg

Muhaha... ausnahmsweise gibt’s mal was direkt aus meinem Leben aber ich hoffe es hilft auch anderen, die das lesen.
Das Problem sind die Zigaretten. Vor einem Jahr hab ich mit dem Rauchen angefangen. Das war kein großes Ding. Ich kannte schon die Wasserpfeife und in meinem Freundeskreis haben fast alle geraucht. Folglich war mein Weg zum Glimmstängel relativ kurz, auch wenn ich kurz vorher nie drüber nachgedacht hätte zu rauchen.
Jetzt stehe ich vor dem Problem das ich mir das Ganze wieder abgewöhnen muss. Meine Schwester lacht mich eh aus. Meinte gestern das man doch mit 18 nicht mit dem Rauchen anfängt, entweder mit 14 oder gar nicht.
Das Problem am Rauchen ist die Tatsache das der Übergang von Genießer oder Gelegenheitsraucher zu Süchtling fließend ist. Ich mein eine Gelegenheit findet sich jeder Zeit und Genuss kann man auch immer haben oder? Ich kann einige meiner Stammraucher fragen ob sie süchtig sind und einige sind sich einig das sie sofort aufhören können.
Das ist eigentlich völliger Quatsch. In zweierlei Hinsicht.
1. Oft fehlt die Willenskraft einfach aufzuhören.
2. Fängt man automatisch nach einer Gewissen Zeit wieder an.
Der erste Schritt von der Kippe weg ist also auf sie zu. Man muss sich eingestehen das man ganz Tief in der Pampe sitzt und da nicht so einfach raus kommt. Selbsterkenntnis ist der aller erste Schritt.
Der zweite ist die Willenskraft. Es gibt Menschen die können Kraft ihres Willens Dinge bewegen und es gibt solche die ihre Einstellung mit dem Wind ändern. Erstere sollten die Kippe einfach weglegen, zweitere sollten einen Fachmann um Rad fragen. Alle die dazwischen liegen können sich eines kleinen Tricks bedienen. Sucht euch einen Grund aufzuhören, etwas warum ihr das tut.
Der beste Grund und der stärkste überhaupt ist die Liebe. Ja ja, klingt kitschig aber das stimmt wirklich. Hört auf für Freundin, Frau und Kinder. Aber vergesst nicht das ihr für euch aufhört und nicht für sie. Ihr hört auf damit ihr etwas davon habt, nicht damit andere stolz auf euch sind.
Das wäre es zur Psyche gewesen. Ihr kennt nun euer Problem und eure Lage. Ihr habt genug Willenskraft um daran etwas zu ändern.
Fein.
Als nächstes kommt das Körperliche. Euer Körper ist ein Gewöhnungstier und er lebt nach bestimmten Richtlinien beinah unabhängig von euch. Der Raucher erkennt das am „Guten Morgen Kippchen“, der „Verdauungszigarette“, dem „Wartekippchen“ wenn man an der Haltestelle steht und dem „Gesellschaftskippchen“. Man muss keine rauchen, weil der Körper es einem sagt, sondern man raucht aus Gewohnheit.
Das ist der Killer schlechthin! Gewohnheiten wieder weg zu bekommen ist schwer. Zumindest wenn man nicht weiß wie. Der einfachste Weg ist das „ersetzen“. Ihr raucht nach dem wach werden eine? Kocht statt dessen liebe mal nen Kaffee. Ihr wartet rauchend auf die Bahn? Wie wäre es statt dessen mit Kaugummi? Ersetzt die Zigarette durch irgendwas. Egal was es ist.
Aber übertreibt es nicht. Wer 5 mal am Tag gequalmt hat wird nicht sofort damit aufhören können ohne Nebenwirkungen. Wer sich sagt „Jetzt ist Schluss“ und keine Kippe mehr anfasst, wird wieder anfangen wenn er nicht gerade mit dem Willen Steine fliegen lassen kann.
Gönnt euch ein paar Zigaretten am Tag. Damit das aber nicht zu viele werden folgende Rechnung.
Ihr raucht 10 Zigaretten täglich?
Also raucht ihr ab jetzt jeden Tag eine weniger.
Ab 5 werden es pro Tag eine Halbe weniger.
Ab zwei verkürzt ihr die Kippen um ein viertel.
Seit ihr bei einer pro Tag angekommen behaltet ihr das mindestens einen, maximal drei Tage so bei. Durch diese stufenweise Reduzierung entwöhnt ihr euren Körper, das macht es einfacher wenn ihr erst mal bei einer Zigarette angekommen seit. Danach, wenn ihr strickt das Limit eingehalten habt, vergrößert ihr den Abstand zwischen den Zigaretten. Erst einen Tag, dann zwei, vier, acht, usw.
Das aller wichtigste hierbei ist das ihr im Limit bleibt. Keine Außnahmen!
So reduziert ihr euch in einem Monat von 10 auf eine und ich denke das ist schon ein Erfolg.
Ich hab bei 5 angefangen und bin nach einer Woche bei einer (was nicht in meine Rechnung passt weil ich eher zu denen gehöre die Dinge fliegen lassen).
Zusammengefasst:
1. Ihr seit euch bewusst das ihr abhängig seit
2. Ihr habt einen euch überzeugenden Grund aufzuhören
3. Ihr ersetzt eure Gewohnheiten
4. Ihr reduziert die Zigaretten
Der letzte Schritt hilft ganz besonders. Kauft keine neue Schachtel ^^
Wenn ihr wisst das ihr für den Rest des Monats nur 20 Zigaretten habt teilt ihr euch von alleine ein.
Weiht eure Freunde ein. Sie sollen euch auf biegen und brechen abhalten.
Stellt euch nach zwei Wochen wieder zu Rauchen. Seht das ihr geschafft habt was sie nicht schaffen. Seit ein wenig stolz auf euch wenn ihr es geschafft habt. Je mehr ihr euch später mit Zigaretten konfrontiert ohne zu rauchen, umso besser für euch.
Und als letztes noch eines. Wenn euch die Sucht überkommt dann geht ihr nach. Geht in die Tankstelle, stellt euch an dem Verkäufer gegenüber und sagt laut und deutlich: „Eine Packung Gummibärchen bitte!“
Das Geld wird dann für Kippen hoffentlich nicht mehr reichen ;)
Viel Glück euch,
bei mir klappts bisher ganz gut und vielleicht verrate ich euch auch noch wie man sich selber Dinge einreden kann um das aufhören noch leichter zu machen, aber das probiere ich erst mal selber aus.
Cya euer Azze

 

Du bist

Du bist für mich die Sonne,
dein Anblick eine Wonne,
du bist der Stern in meinem Leben,
bringst mein Herz gar zum erbeben.

Du bist mein Untergang, Verderben,
bist Gift für mich und meine Erben,
doch bist du gleichzeitig die Heilung,
verlier ich glatt mal jede Peilung.

Du bist so nah und doch so fern,
find keine Worte kleiner Stern,
dir zu sagen was ich fühle,
kann’s nicht sprechen trotz der Mühe.

Du bist die Diebin meines Herzens,
bist der Grund für all die Schmerzen,
wie liebe ich das Leid von dir,
tracht ihm nach mit voller Gier.

Die Strophen und die Verse hier,
sind Heilung von dem Gift von dir,
doch kannst nur du es richtig heilen,
so lang werd ich hier verweilen.

by Azze 06

Samstag, November 25, 2006

 

Direkt aus der Seele, doch nie überwunden

Direkt aus der Seele, doch nie überwunden

Wie Gift ist deine Gesellschaft für mich,
du sagst nicht was du denkst und denkst nicht wie du fühlst,
gibst Hoffnung mir und zerstörst sie in einem Atemzug,
wie ein heißes, stumpfes Messer schneiden deine Worte in meinem Herz.

Du warst einst Freund, einst zweite Seele,
warst Spiegelbild für mich,
doch dein Verrat erschüttert mich,
zerstört mich voll und ganz.

Kann nicht mehr denken, nicht mehr handeln,
hast meinen Kopf verdreht,
das Chaos herrscht in meinem Bauch,
Gefühle wirbeln wild wie Rauch.

Das Gift an deiner Worte Klinge, ist in meinem Blut,
das Messer deiner Taten, voll meines Lebenssaft,
in deinem Gewissen spuke ich,
doch geht es dich nichts an.

Versuche nicht mich zu verstehen, zu schwer ist meine Sprache,
die Hoffung hast du mir zerstört und damit unser Band,
vernichtet bis auf alle Zeit,
zerstört auf alle Ewigkeit.

Verrat an mir, an meinen Tagesträumen,
mein Wille fast gebrochen war, mein Herz ein Klumpen Elend,
doch dies das war dein letzter Streich,
nie wieder will ich’s suchen.

Hier trennt sich nun der Weg, der uns zusammen führte,
leb wohl mein freundlich Feind,
ich gönn dir’s Glück das mir verwehrt,
das ich dir erst ermöglicht.
Was du nicht kannst, kann ich zur Perfektion,
drum spar ich dir das Leid,
verzichten muss ich, keine Wahl,
gehüllt ins Trauerkleid.

by Azze 2006

Donnerstag, November 23, 2006

 

Ich esse gern Schokolade!

Neulich, es ist gar nicht lange her, besuchte mich Atti, einer meiner engsten Vertrauten. Nach unserer rituellen Begrüßung schlurfte er durchs Zimmer und lies sich kraftlos in den Sessel meines Wohnzimmers fallen. Besorgt setzte ich mich neben ihm aufs Sofa und versuchte aus seiner traurig, nichtssagenden Miene etwas zu deuten. Minuten des Schweigens vergingen bis Atti leise die Stimme hob.
„Ich brauche... deinen Rat mein Freund“, sagte er und schaute mir mit einem Blick in die Augen, der tausend Fragen stellte.
„Sicher erinnerst du dich an Anna, oder nicht? Mein alter Freund, keinen Gedanken kann ich mehr fassen ohne das sie darin vor kommt“.
Atti wendete seinen Blick ab und versank in einer tiefen Trance. Seine Augen fixierten die Wand, als würde, an eben dieser Stelle, etwas aus der Tapete kommen. Ich traute mich nicht mein Wort zu erheben und suchte noch nach der richtigen Frage.
„Nun mein Freund, verstehe einer die Frauen...“, unterbrach Atti mein Grübeln,
„Sie verdrehen mir den Kopf aber ich weiß nicht ob die Gefühle, die ich bekomme, von ihnen erwidert werden“.
Wohl bekannt war mir dieses Problem. Ich selber hatte gerade das selbe Problem. Ihr Name tut hier nichts zu Sache aber ich kannte sie bereits einige Monate. Kennen gelernt hatte ich sie nachdem ich die Arbeit gewechselt hatte und nun einen Job als Archivar ausführte. Ein wahrhaft wunderschönes Mädchen mit blondem Haar. Es war als hätte mir diese Frau Brotkrümel gelegt auf dem Weg zu ihrem Herzen aber ich hatte es bis heute nicht geschafft sie einmal alleine auszuführen. Sie zog sich zurück wenn ich etwas unternehmen wollte, doch begrüßte mich mit offenen Armen wenn ich morgens zur Arbeit kam.
Einmal war ich mit ihr und drei Freunden, Atti, einer gemeinsamen Freundin und einer meiner Freunde, im Park unterwegs. Es war ein schönes Erlebnis. Unbeschreiblich.
Sie kam mir sehr nah. Es war unerwartet. Ihr Gesicht war nur eine Hand breit von meinem entfernt. Doch ich wusste nicht was ich machen sollte und erwiderte wohl nur einen überraschten Blick.
Ein kleiner Hinweis ihrer Freundin, nur die Bewegung von Lippen, in die ich „Sie liebt dich“ interpretierte, war an diesem Abend der Höhepunkt. Doch wusste ich weder ob ich die Lippen richtig gelesen hatte, noch wie ich reagieren sollte um bei einem Irrtum nicht falsch zu reagieren.
„Ich weiß was du meinst“, antwortete ich Atti und stand auf um vom Regal zwei Gläser und eine Flasche Jacky zu holen. Während ich eingoss blickte mein Freund gebannt auf die bräunliche Flüssigkeit, die die Gläser zunehmends füllte. Gefesselt schaute er ihr zu als wollte sie ihm irgendetwas sagen.
„Mein Freund... ich stecke in einer tiefen Misere, aus der ich mich nicht selber befreien kann“, setzte Atti unser Gespräch fort.
„Das selbe habe ich auch“, ging ich darauf ein während ich mich setzte, „Doch ich will dir etwas erzählen. Gestern konnte ich meine Mittagspause früher beginnen als sonst, den alle Arbeit war schon längst getan. Ich verließ das Gebäude nach hinten und zündete mir genüsslich eine Kippe an, wie ich es zu Mittag immer mache. Doch diesmal sollte mir der Genuss verwehrt sein“.
Ein Schauer lief mir über den Rücken als die Erinnerung in mir erwachte und langsam schleichen den Weg in meine Gedanken fand.
„Mein Schwarm verließ das Haus ebenso. Ihr erster Blick galt meinem Gesicht und ich bilde mir ein, ein Lächeln gesehen zu haben. Doch ihr zweiter wanderte nach unten in meine Hand und erblickte den Glimmstängel. Beinah sofort wurde aus dem wunderschönen Lächeln, dem ich seit Wochen hinterher renne, eine bittere Fratze. Eine Karikatur ihrer selbst. Entsetzen, Erstaunen und verschiedene andere Gefühle der Ungläubigkeit fanden Platz auf dem makellosen Gesicht. Die Welt für mich stand still. Mein Atem stockte, mein Herz versagte, das Blut gefror in meinen Adern. Die Hoffnung, in der ich seit Monaten lebte versank binnen eines Wimpernschlages. Meine ganze Welt brach in sich zusammen. Sie sagte nichts und lief an mir vorbei. Auch als sie zurück kam würdigte sie mir kaum eines Blickes. Da wusste ich eins. Diesen Blick wollte ich nie wieder sehen. Ich verschenkte die restlichen Zigaretten und schwor mir das Rauchen zu beenden!“
Atti sah mich seltsam von der Seite an, als wäre ich dabei zum Ketzer meiner eigenen Religion zu werden.
„Ich bin bereit für diese Frau Sterne vom Himmel zu holen...“
Das Gesicht meines Freundes wurde zu einer unverständlichen Fratze.
„Aber du kennst nicht mal ihre Absichten“, gab er zu bedenken.
Ich wusste das er recht hat.
„Nun... dazu will ich dir eine weitere kleine Geschichte erzählen.“
Ich trank genüsslich einen Schluck des bräunlichen Getränks und genoss wie es sich meine Kehle hinunter brannte.
„Nun... habe ich dich jemals, in der ewigen Zeit seit wir uns kennen, mit meinen Problemen belastet?“, fragte ich mit etwas Druck in meiner Stimme, Atti überlegte und schüttelte den Kopf.
„Nun, jedes Problem ist für mich eine Tafel Schokolade, die ich an meine Seele verfütter. Ich esse gern und viel Schokolade.“
Scheinbar verstand Atti was ich ihm sagen wollte, den er grinste frech und zog aus seinem Mantel, den er noch immer nicht abgelegt hatte, eine Tafel Vollmilch heraus. Geöffnet legte er sie auf den Tisch und machte eine einladende Geste.
„Nun... Schokolade isst mein nicht alleine, das mach fett. Schokolade isst man mit Freunden, den Fernen und den Engen. Meine Seele wird langsam zu fett. Ich will meine Schokolade nicht mehr alleine essen. Ich will sie endlich teilen.“
Plötzlich erschien in meinen Gedanken das Gesicht meines Schwarms und sofort erfüllte mich ein Gefühl von Ruhe und Stärke zugleich.
„Wenn ich dann endlich eine gefunden habe die mit mir teilt und mit der ich teilen kann, will das uns nichts im Wege steht. Und wer weiß. Vielleicht erfüllen sich meine Hoffnungen. Ich werde keine Zigarette mehr anfassen, in der Hoffnung das sich mein ständiger Traum erfüllt.“
Mittlerweile war es draußen dunkel und der gelbliche Schein einer Straßenlaterne schien in mein Wohnzimmer.
Tief in meinen Sessel gerutscht schien Atti wieder in seine Trance verfallen zu sein. Ich fragte mich was er wohl denken würde, konnte mir aber bei bestem Willen keine Vorstellungen machen.
„Vielleicht hast du Recht mein alter Freund“, sagte Atti schließlich, „ Auch wenn es vergeblich sein sollte. Ich werde den Brotkrümeln folgen und hoffentlich Schokolade finden. Ich esse nämlich gern Schokolade.“
„Ich auch mein Freund, ich auch.“
Meine Hand wanderte über den Tisch zu der Tafel Vollmilch und ich brach mir ein Stück ab, meinen Schwarm immer noch in den Gedanken, ganz nah bei mir.

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